WARUM  WASSERAUFBEREITUNG ?

Wasser ist essentiell, einzigartig und wichtig. Auf Grund der Universalität von Wasser versuchen wir folgend viele Thematiken zu beleuchten und Zusammenhänge darstellen. Als Verbindung, welche nicht nur die Mitwelt, sondern maßgeblich die eigenen Umwelt- und Lebenseinflüsse reguliert und beeinflusst, muss jeder selbstverantwortlich und zukunftsweisend umdenken.
 

Obwohl Wasser ein Teil von uns ist, sind wir bei seinem Schutz und der Verwendung bildungsneutral und lernresistent. Wasser ist das wichtigste und bemerkenswerteste Element das existiert, Ursprung allen Lebens und  unser bedeutungsvollstes Lebensmittel. Wasser zirkuliert durch unser innerstes, versorgt jede unserer Körperzellen und ist an allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es ist der Ursprung allen Lebens. Selbst unser blauer Planet wäre ohne Wasser nur ein unbewohntes Stück Stein.

Einzig und alleine die Anordnung der freien Elektronenpaare im Winkel von 104,45° sorgt dafür, das Wasser sich wie kein anderes Element in alle Aggregatzustände versetzen kann und Verbindungen eingeht, die schier fantastisch erscheinen. Die chemische Zusammensetzungdes Grundwassers wird stark beeinflusst von den Gesteinsschichten, die es durchströmt. Da das Grundwasser aus versickernden Niederschlägen entsteht, haben auch die Niederschlagswasserbeschaffenheit und die während der Bodenpassage vom Sickerwasser gelösten Stoffe Einfluss auf die Grundwasserbeschaffenheit. Vor allem die als Folge menschlicher Nutzungen der Erdoberfläche ins Sickerwasser gelangenden Stoffe, können in zu hohen Konzentrationen das Grundwasser als Trinkwasser ungenießbar machen.

Grenzwerte und Richtwerte stellen immer einen Kompromiss von wirtschaftlichen, politischen, sozialen, soziologischen und ernährungsphysiologischen Interessen und deren Umsetzbarkeit, in Bezug auf die vorgenannten Punkte, dar. Bedingt durch diese Tatsache wird schnell klar, das Aussagen über die hervorragende und bestmögliche Güte von Wasser reine Fiktion sind. Die Tatsache dass sich der Bedarf in 5% Trink- und 95% Brauchwasser aufteilt, ist ein weiterer Faktor dem Beachtung zukommen sollte. Die Wasserversorger stehen je nach geografischen Gegebenheiten vor großen Herausforderungen und stellen nach den oben genannten Faktoren eine bestmögliche Versorgung, im Rahmen der Grenzwerte und oftmals auch hierüber hinaus, sicher. Die Bundesregierung ist den Wasserversorgern, speziell nach der Wiedervereinigung, durch diverse Anhebungen der Grenzwerte, entgegengekommen. Somit wurde stets der zuvor geltende Standard gesenkt. Mit dieser Vorkenntnis stellt sich somit die begründete Frage, wie hoch die in Deutschland zugelassenen Werte und Grenzen sind. Dieses wird bei der Betrachtung des Mikrosiemenswertes besonders deutlich. Der  µS-Wert gibt Aufschluss über die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und ist ein gern genommener Referenzwert für die Qualität des Wassers. Unter Messtechniken finden sie hierzu eine genauere Beschreibung. Der µS-Grenzwert(Mikrosiemens) liegt aktuell bei 2790. Das Aussagen zur hervorragenden Trinkwasserqualität in Deutschland stets mit Vorsicht betrachtet werden sollten,zeigen die amtlichen Vorschriften basierend auf der Trinkwasserverordnung, wenn sie den Bestimmungen der EU und der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gegenübergestellt werden.

  • 400 µS Mikrosiemens: Grenzwert für Belastung von Wasser nach EU-Richtline (in Deutschland nicht umgesetzt)
  • 750 µS Mikrosiemens: Grenzwert der WHO für Krisengebiete
  • 2.790 µS Mikrosiemens: Trinkwasserverordnung Deutschland: (1963 war der Wert bei 130µS Mikrosiemens und ist nach der Wende zunächst auf 1.000µS Mikrosiemens, dann weiter auf 2.000 µS Mikrosiemens und letztlich noch einmal auf den heutigen Wert von 2790µS angehoben worden)    
  • Platz 56 im Kyoto Protokoll in der Reihe mit Dritte Welt Ländern

Bei den Verbrauchschutzorganisationen ist ein Test des eigenen Trinkwassers kostenfrei möglich.


Grenzwerte der EU, WHO (Weltgesundheitsorganisation) und Deutschland

 

Der Weg des Wassers ist verbunden mit zahlreichen Verunreinigen innerhalb des Zirkulationskreislaufes.

http://www.wasser.rlp.de/servlet/is/2032/WKL.jpg


Die Wasserversorger sind verpflichtet, ihren Kunden Trinkwasser am Ende der Hausanschlussleitung in der durch die Trinkwasserverordnung geregelten Qualität zu liefern. Das ergibt sich aus § 5 Abs. 1 AVBWasserV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser, Neufassung vom 13. Januar 2010) Die Bestimmung ist Bestandteil aller Wasserversorgungsverträge mit privaten Kunden und einem Wasserversorgungsunternehmen.
Rechtlich bedeutet dies, dass das Wasserversorgungsunternehmen nur bis zu diesem Punkt die Verantwortung für die Qualität des Wassers hat, danach trägt der Eigentümer der Hausinstallation, also die Gebäudeeigentümer, die Verantwortung.

 

Schon bei einer kurzen Betrachtung wird klar, welches die Schwachpunkte sind.
Der maßlose Einsatz der Pestizide, Herbizide, Fungizide und Düngemittel, die ausufernde Massentierhaltung  mit letztlicher Ausbringung von belasteter Gülle, sowie die steigende Schadstoffbelastung durch Aluminium und anderen Stoffen hat nicht nur in unser Umwelt katastrophale Auswirkungen, er wirkt sich auch äußerst negativ auf unser Grundwasser aus. Gefährdungen des Grundwassers entstehen insbesondere durch den Eintrag von Nitrat-Stickstoff und Pflanzenschutzmitteln aus der Landbewirtschaftung, Stickoxide und Schwefeldioxide aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Versauerungserscheinungen des Waldes, des Bodens und damit letztlich auch des Grundwassers sind die Folge. Unlängst ist bekannt, dass der Jahrzehntelange Einsatz von Glyphosat auf unseren Feldern eine Grundwasserverseuchung von immensem Ausmaß annehmen wird. Der propagierte Zerfall der Glyphosat-Ammonium-Salz und Glyphosat-Isopropylammonium-Salz Verbindungen stellte sich als Lüge heraus. Das niederländische National Institut of Public Health and Environmental Protection kommt zu dem Schluss, dass das Grundwasser mittlerweile in allen europäischen Staaten durch den hohen Anteil an Pestiziden belastet ist.

Arzneimittelrückständeim Trinkwasser sind längst der Standard. Standardisierte Messmethoden, etablierte Erfassungsprozeduren und vor allem eine Verpflichtung zur Erfassung fehlen hingegen. Experten schlagen Alarm - und forschen an besseren Aufbereitungsmethoden. Im Grundwasser sind zehn Wirkstoffe mehrfach nachgewiesen worden. Das Antischmerzmittel Ibuprofen, der Blutfettsenker Bezafibrat, das Antirheumatikum Diclofenac und  Röntgenkontrastmittel werden von dem renommierten Toxikologen Hermann Dieter vom Umweltbundesamt aufgeführt. Bei anderen gebe es einen oder einige wenige Befunde. In welcher Höhe und Konzentration die Wirkstoffe der über 3000 zugelassenen Wirkstoffe im Trinkwasser vorkommen, könne nicht angegeben werden. «Das ist schwer abzuschätzen, wissenschaftliche Aussagen kann man dazu nicht machen.» Verbesserte Analysemethoden würden künftig wohl Rückstände weiterer Arzneien zutage fördern.

Blei  Messing-Rohrleitungen und Armaturen im Haushalt geben oftmals viel mehr Blei an das Trinkwasser ab, als bisher angenommen. Nicht nur alte Hausinstallationen sind die Übeltäter, auch in Hausneubauten kann durch Fittinge, Kugelventile und andere Messingformteile, Blei an das Trinkwasser abgeben werden. Für den Verarbeitungsprozess und die Formbarkeit ist Blei eine beliebte Komponente. Die Zugabemenge variiert nach Formstücken und kann mehrere Prozent betragen. In einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 12. Juli 2012 – Rechtssache C-171/11 – ging es um die Frage, ob einem in Italien zulässigerweise verwendeten Fitting in Deutschland faktisch die Zulassung verweigert werden darf, da dieser bestimmte, sich aus dem Regelwerk ergebende Anforderungen, nicht erfüllt. Grundsätzlich gilt auch für solche Fittings die Warenverkehrsfreiheit in der Europäischen Union, so dass die Verweigerung faktisch nicht möglich ist.                                       

Die Uranbelastungdes Leitungswassersist nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report München" in manchen Regionen Deutschlands stark ausgeprägt. Dem Magazin liegt eine Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch vor, derzufolge der Anteil des giftigen Schwermetallsin 150 von 8000 Proben über dem Richtwert des Umweltbundesamtes von zehn Mikrogramm pro Liter lag. In manchen Gemeinden seien es mehr als 20 Mikrogramm gewesen, hieß es.

Auch der stetig steigende Einsatz von Kunst- und Verbundstoffen in unserer Wasserversorgung lässt die Keimbelastung, Speziell innerhalb der Hausversorgung, rasant ansteigen.

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